72h St. Petersburg – Speeddating auf russisch

St. Petersburg

Auferstehungskirche

Schon einmal mit dem Gedanken gespielt, ein Wochenende nach St. Petersburg zu fliegen? Sollte heutzutage doch kein Problem sein, oder? Weit gefehlt, Russland hat immer noch ein sehr restriktives Visarecht. Heißt, man braucht für die Erteilung eines Visums nicht nur die üblichen Unterlagen, sondern auch noch ein Einladungsschreiben. Klar gibt es im Internet jede Menge Agenturen, die diesen Service für einen übernehmen. Aber billiger wird der Spaß dadurch auch nicht. Mit rund 80-100 Euro für ein Visum ist ein Kurzaufenthalt in Russland eher kostspielig.

Zum Glück gibt es seit kurzem die Möglichkeit, 72h visumsfrei nach St. Petersburg einzureisen. Da fragt man sich natürlich, wo der Haken ist, oder? In diesemFall hängt an dem Haken ein ganzes Schiff mit dem schönen Namen Princess Maria. Um in den Genuss dieses Visums zu gelangen, muss man mit der St. Peter Line von Helsinki aus mit dem Schiff einreisen. Die Reederei hält im Moment das Monopol für visumsfreie Reisen nach St. Petersburg. Das ganze wird in ein Package-Angebot verpackt mit 2 Übernachtungen auf dem Schiff, 2 Nächten in St. Petersburg und einem Shuttlebus zum Hotel, der offiziell eine Stadrundfahrt ist. Und nun die Überaschung: Trotz der Komplexität und der Monopolstellung ist die Reise ab Helsinki wirklich erschwinglich. In der Hauptsaison, sprich während der Weißen Nächte, hat uns die Reise ab Helsinki für 4 Übernachtungen und Transport pro Person nur 300 Euro gekostet. Das ist meiner Ansicht nach ein echtes Schnäppchen.

Also schnell noch einen Flug nach Finnland buchen und keine 3 Monate später steht man wieder einmal auf dem Flughafen München und freut sich auf den kurzen Hüpfer nach Helsinki. Nach einem entspannten Flug mit Finnair landet man in Helsinki. Transport in die Stadt ist kein Problem und so haben wir noch 3 h Zeit bis zur Einschiffung, die wir für einen kleinen Stadtbummel nutzen konnten, um schließlich mit der Straßenbahn zum Hafen zu fahren. Einchecken ist schnell und einfach. Man bekommt eine Handvoll Scheckkarten überreicht, die einen die Reise über begleiten ;-).  Keine 10 Minuten später beziehen wir schon unsere kleine Kabine.

Die Überfahrt dauert 13 h und das Schiff bietet alle Annehmlichkeiten. Mehrere Restaurants, Bars, Sauna und ganz wichtig den Duty Free Shop – geöffnet bis 4 Uhr morgens. Die Einfahrt in den Hafen von St. Petersburg ist sehr beeindruckend. Das Schiff manövriert sich durch mehrere Kaianlagen hindurch, bis es zu seinem privaten Kreuzfahrtterminal kommt. Mit dem ersten Bild aus St. Petersburg verabschiede ich mich und melde mich bald mit einem ausführlichem Bericht über  Besichtigungen, Künstlercafés und natürlich einen Abend im Ballett.

Hafen St. Petersburg

Leningrad?

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