Out of Africa

So … nachdem wir in unserer Honeymoon Suite im African Moon Corporate Guesthouse in der Nähe des Johannesburger Flughafens auch mal wieder Internet haben … hier ein kurzes Update über unseren Südafrika-Aufenthalt.

Die ersten drei Nächte haben wir im Krüger-Nationalpark übernachtet. Eine Nacht in einem recht großen Bungalow im Rest Camp Berg-en-Dal, die nächste Nacht in einem Safari-Zelt in Lower Sabie – Zelt ist eine relative Bezeichnung, da dieses eher wie ein Stoffhaus mit festem Fundament ist; witzig dabei ist, dass der Kochbereich auf einer Veranda vor dem Zelt ist. Die dritte Nacht war in einer kleinen Rundhütte in Olifants, so wie man sich ein Buschcamp vorstellt. Alle 3 Unterkünfte waren sehr schön und in den Camps bekam man alles, was
man zum Leben brauchte.

Tagsüber zuckelten wir mit den Auto über die Asphaltstraßen und Schotterpisten des Parks, die Kamera und das Fernglas im Anschlag.
Die Durchschnittsgeschwindigkeit, die man so erreicht, liegt bei ca. 20-25 km/h (maximal erlaubt sind 40-50 km/h). Da die Camps bei
Sonnenuntergang schließen, also um 18:30 h, … legt man am Tag vielleicht eine Strecke von 150km max zurück. Außerdem gibt es ja so viele Dinge zu bestaunen – nicht nur die vielen Tiere, sondern auch die Landschaft an sich. Wie bereits geschrieben, haben wir jede Menge Tiere gesehen und waren immer wieder fasziniert, mit welch Ruhe uns so manche Giraffe kauend ansah. Auf einmal kamen wir uns eher wie die Zootiere vor, die von den frei herumlaufenden Tieren hier bestaunt werden. (Tierfotos gibt es im vorigen Artikel zu begutachten!)

Am 4. Tag fuhren wir aus dem Park raus und steuerten unsere nächste Unterkunft in Graskop westlich von Krüger an. Wir hatten ein Chalet bei einer ausgewanderten deutschen Familie gemietet und waren sehr positiv überrascht von der Größe des Chalets und seiner umfassenden, gemütlichen Ausstattung. An dem Tag schafften wir es noch, verschiedene Aussichtspunkte im Blyde-River-Gebiet anzusteuern, vor allem der kleine Nebelregenwald oberhalb von God’s Window war sehr schön.

Abends erwartete uns die erste Überraschung: Ja, hier auf dem Land machen die Restaurants schon zwischen 6 und 8 zu … wie bitte? Wir kommen gerade aus Argentinien, da machen die Restaurants um 21:30 erst auf. Na gut, dann kochen wir halt selber, zum Glück hat das Chalet eine Küche, der Spar bis 18:30 h auf und die Flasche Wein kostet auch nur 3 Euro. Zu den Preisen werd ich zum Schluss noch mal ein paar Worte verlieren.

Heute Morgen wartete die nächste Überraschung auf uns: ein richtiges deutsches Frühstück, komplett mit Roggenbrot, Laugenbrötchen, Schwarzwälder Schinken und Leberkäse …. herrlich nach mehreren Wochen verschiedenster Frühstücksvarianten, die zwischen ok und na ja lagen, mit einigen exotischen Highlights dazwischen.

So frisch gestärkt machten wir uns auf den Weg, den Blyde River Canyon zu erkunden. Der Canyon wird als der drittgrößte Canyon der Welt bezeichnet, nach welchen Gesichtspunkten: keine Ahnung. Da wir ja schon den Grand Canyon und die Tiger Leaping Gorge kennen, verbuchen wir ihn dann mal als Nummero 3. Man kann den Canyon von verschiedenen Ausichtspunkten bewundern und es ist wirklich ein imposanter Anblick.

Auf dem Rückweg nach Jo’burg machten wir dann noch Rast in Lydenburg in einem sehr schönen Teegarten bei Cheesecake, Scones
und Earl Grey. Die nächste Überraschung kam, als wir nach dem Weiterweg fragten, da die Beschilderung in Südafrika doch etwas gewöhnungsbedürftig ist. Soll heißen: Manche Orte haben einen neuen Namen (z. B. heißt die früherer Provinz Transvaal jetzt Mpumalanga), der neue Name ist aber nicht auf allen Karten verzeichnet und auch auf
den Straßenschildern wird mal der eine, mal der andere angezeigt. Als wir nach einer Wegbeschreibung aus dem Ort raus Richtung Autobahn fragten, ließ es sich der Besitzer nicht nehmen, uns den Weg im
Lotsendienst bis zum Ortsausgang vorauszufahren, das war eine unheimlich nette Geste und hat uns sehr geholfen. Also falls jemand in der Nähe von Krüger mal eine schöne Möglichkeit für Scones oder auch eine stilvolle Unterkunft sucht: De Ark Guesthouse in Lydenburg, der Ort hat auf den Schildern auch schon einen neuen Namen, aber der ist so kompliziert, dass er uns schon wieder entfallen ist …

So, nach 3 weiteren Stunden Fahrt waren wir dann wieder in Jo’burg, besser gesagt im Vorort Kempton Park direkt am Flughafen. Nach den “Strapazen” beschlossen wir, den Abend mit einem Besuch im Steakhouse ausklingen zu lassen. Kommen wir also zurück zu den Preisen in Südafrika und unserer Lieblingsbeschäftigung … essen ;-).

Als Erstes: Beim Steak ist die Damenportion 300g, die Herrenportion 500g. Der Preis? Lachhaft: Rumpsteak (300g) mit Pommes und Zwiebelringen 11 Euro, 500g 13 Euro. Das Glas Rotwein dazu 2 Euro, das bedeutet einen Viertelliter Rotwein, nicht so ein Probierglas wie in Deutschland. Selbst in Krüger kann man abends für 10 Euro zu zweit essen gehen. Ach nicht zu vergessen: Earl Grey + 2 Scones mit Butter, Marmelade und Käse 3,50 Euro. Wenn jemand einen billigen Urlaub will,
welcome to South Africa.

So! Morgen fliegen wir nach Zanzibar und sind schon sehr gespannt, was uns da in der letzten Urlaubswoche erwartet. Mal schauen, ob wir Internet haben oder nicht, wir versuchen auf jeden Fall, euch auf dem Laufenden zu halten.

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3 Gedanken zu „Out of Africa

  1. Christian Oeser

    Hallo ihr beiden,

    vor zwei Tagen kam eure Postkarte an (ihr habt die Peruanische Post also unterschaetzt, was die Befoerderungsgeschwindigkeit angeht) Vielen Dank! Wir freuen uns schon auf euch und die 8-Stunden Dia-Schau 😉

    Liebe Gruesse
    Christian und Tanja

    PS: Heute fiel zum ersten Mal seit Wochen Schnee, der auch liegenbleibt. Macht euch also auf einen Temperaturschock gefasst

    Antworten

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