Schlagwort-Archive: Wandern

Svanetien – ein Wanderparadies

img_6262-1024x768Nachdem sich das Wetter heute wieder beruhigt hat und die Sonne ab und an durch die Wolken blitzte entschieden wir uns heute eine kleine Wandertour zu unternehmen.

Auf Empfehlung von Roza machten wir uns auf den Weg, dem Gipfelkreuz oberhalb von Mestia einen Besuch abzustatten. Die Eckdaten klangen zwar anspruchsvoll aber machbar – 800HM auf 4 KM und gesamte Wanderzeit ca 5h.

Also gingen wir nach dem Frühstück gut gestärkt und mit interessantem Gebäck aus dem Laden ausgestattet los – die ersten Meter waren unschwierig, da es ja nur die Hauptstraße entlang ging – aber dann als wir in Richtung Berg abbogen war es vorbei mit der Gemütlichkeit – die Straße zieht schnurgerade und unglaublich steil hinauf zum Startpunkt der Wanderung. Wer nun darauf gehofft hatte, dass der Weg endlich in etwas gemütlichere Serpentinen übergeht wurde herb enttäuscht – erst einmal weiter geradeaus immer steil hinauf bis man doch schon etwas außer Atem gerät.

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Ushguli – Türme für die Ewigkeit

img_6129Nachdem uns gestern Mestia mit seinen  außergewöhnlichen Steintürmen schon recht beeindruckt hat – dachten wir uns, ob das wohl noch zu steigern ist?

Also machten wir uns heute auf einen Tagesausflug in das nur 46km entfernte Ushguli, das am Ende eines Hochtals auf 2200m liegt und für sich den Titel: höchstgelegenes ständig bewohntes Dorf Europas beansprucht….aber so ein Superlativ bräuchte die kleine Gemeinde eigentlich nicht, denn hier ist wirklich nicht nur die Lage einzigartug, sondern die schiere Menge der Wehrtürme, die hier in dieser kleinen Ansiedlung versammelt sind.

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Sighnaghi – ein kleines Stück Toskana!

Sighnaghi - Toskana im KaukasusSighnaghi liegt nur eine gute Autostunde von Telawi entfernt – aber was für ein Unterschied: Hier ist man auf einmal mitten im Tourismustroubel von unzähligen kleinen Hotels, Guesthouses und Restaurants. Kein Wunder, wird dieser Ort doch als einer der schönsten Orte Georgiens beworben, der sogar ein wenig italienisches Flair haben soll. Und viele Touristen folgen diesem Ruf, vor allem jede Menge Russen sieht man hier auf der Straße aber auch deutsche und andere meist osteuropäische Grüppchen trifft man hier.

Also was ist nun dran an dem Ruf? Erst einmal ist die Stadt wirklich sehr hübsch, die Lage auf einem Bergrücken mit einer kuriosen Stadtmauer und den vielen Zypressen gibt der Stadt wirklich ein mediteranes Flair. Dabei wirkt alles sehr entspannt und sogar etwas schläfrig. Aber viel zu sehn gibt es hier wirklich nicht, dazu ist die Stadt doch viel zu klein, wenn man sich sehr viel Zeit lässt hat man jede Straße innerhalb eine Stunde abgelaufen und jeden noch so pittoresken Balkon ausgiebig bewundert.

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Entdeckungen rund um Telawi

img_5710Wie ja gestern schon berichtet liegen die Sehenswürdigkeiten Telawis eher außerhalb und deshalb ist es am besten man mietet sich ein Fahrer für den Tag. Den richtigen Fahrer für den Tag zu finden ist meist nicht schwer – in den meisten fällen kann das Guesthouse einem einen verlässlichen Fahrer vermitteln.

In unserem Fall war die Abrechnung recht einfach – je Besichtigungsstopp werden 10 Lari – sprich 3,8 Euro fällig. Also suchten wir uns 3 Sehenswürdigkeiten aus und noch 2 Weinkellereien, die wir besichtigen wollten – alles in allem also knappe 20 Euro für 6h Besichtigungsprogramm.

Pünktlich um 10 stand unser Fahrer vor der Tür – adrett gekleidet und mit blankgeputzten schwarzen Schuhen, auch der 15 Jahre alte Opel Vectra war innen und außen sauber geputzt und machte für das Alter einen recht fitten Eindruck. Wie die meisten Transporter und Gebrauchtwagen stammt auch dieses Auto aus Deutschland, was man an Aufklebern und Schriftzügen sehr gut erkennen kann. Es ist schon lustig, wenn man einen Lieferwagen überholt auf dessen Seite in großen Lettern „Kanalreinigung“ oder „Fensterbau“ prangt.

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Tbilisi – pulsierende Metropole mit bröckelndem Charme

2016-10-03-17-48-55Die Hauptstadt Georgiens ist eine lebendige Stadt – wenn sie denn mal wach ist – denn mit dem frühen Aufstehen haben sie es hier nicht so, selbst der Bäcker um die Ecke beginnt erst um 9 uhr morgens mit dem Befüllen der Regale – ganz im Gegensatz dazu sind manche Sehenswürdigkeiten bis nach 20 Uhr geöffnet und die Seilbahn hinauf zu einem wunderschönen Aussichtspunkt fährt bis 11 Uhr abends.

Tbilisi zu entdecken heißt erst einmal laufen – viel laufen, aber dafür wird man mit einem faszinierenden Kaleidoskop aus Häusern in allen Stadien des Verfalls und Wiederaufbaus belohnt. An jeder Straßenecke in der Altstadt staunt man wieder über einen windschiefen Balkon eine halb eingestürzte Mauer oder dazwischen erste Versuche, die Bausubstanz wieder zusammenzuklauben.


Bisher sind nur wenige Straßenzüge renoviert und weitere zu erhalten ist ein Wettlauf mit der Zeit und den Geldgebern – denn das nächste Erdbeben ist hier nie sehr weit entfernt und dann könnten die alten Häuser vollends auseinanderbrechen. Ein schönes Beispiel ist auf der anderen Seite des Flusses zu bewundern – Ende 2016 wird ein kompletter Straßenzug unweit des Saarbrücken Square eingeweiht und wird bestimmt bald viele Einheimische und Touristen anziehen – falls es die Reiseführer schaffen, endlich von ihrem Standardprogram abzuweichen und über den Tellerrand der Altstadt zu schauen und andere Sehenswürdigkeiten zu empfehlen. Weiterlesen

Kutaisis Klöster – Weltkulturerbe entspannt und familiär

2016-10-01-11-33-28Unser erster Tag in Georgien begann erst einmal mit einem ausgiebigen Frühstück – dreierlei Fleisch, Käse, Teigtaschen und und und – da braucht man wirklich den ganzen Tag nichts mehr zum Essen – aber alles sehr gut im Geschmack, bodenständige georgische Küche – prima.

So gestärkt machten wir uns auf den Weg zwei der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Kutaisis anzuschauen – die Klöster Gelati und Motsameta liegen wenige Kilometer vor der Stadt und sind, dank eines Fahrers vom Hotel in einer halben Stunde zu erreichen.

Obwohl wir wieder keine gemeinsame Sprache hatten, klappte die Verständigung mit dem Fahrer wunderbar und er brachte uns als erstes nach Motsameti, ein kleines Kloster, das dramatisch auf einer Felsklippe balanciert und wir so früh (11 Uhr) am Morgen fast für uns allein hatten. Dadurch herrschte hier eine wunderbare friedliche Atmosphäre, die noch durch den tiefen Gesang eines Mönches unterstützt wurde. Die Stimmung an diesem Ort war wunderschön und so saßen wir fast eine Stunde hier auf einer Bank und genossen die Ruhe, die Stimmung und die wunderbare Aussicht. Weiterlesen

Georgien – unbekannte Schönheit im Kaukasus

2016-09-30-17-11-23Kurz vor unserem Flug tauchte immer wieder die Frage auf, warum fliegt man zum Urlaub nach Georgien? Den meisten Leuten ist das Land mehr oder minder völlig unbekannt, außer dass die deutsche Nationalmannschaft hier ab und an zu einem Fußbaspiel in Tiflis einschwebt ist von diesem Land in Transkaukasien wenig so gut wie nichts bekannt. Dabei ist dieses Land am Rande Europas eines der ältesten christlichen Länder überhaupt. In seiner Geschichte haben Griechen, Osmanen, Russen und Perser immer eine bedeutende Rolle gespielt – aber vor allem die georgischen Könige und vor allem Königin Tamar haben hier eine Nation geschaffen, die reich an kulturellen Schätzen aber auch freundlichen Menschen und einer berühmten Küche sind.

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