Schlagwort-Archive: Wein

Georgien – der Trinkspruch als Kunstform

k-img_5810So, heute möchte ich noch mal auf den lustigen Abend in Sighnaghi zurückkommen. Hier übernachteten wir im wohl bekanntesten Guesthouse des Ortes – Zandarashvili. Das eigentliche Geschäft wird von den 3 „offiziellen Söhnen“  des Hauses betrieben, aber das Herz und die Seele des ganzen Unternehmens ist die Mutter.

Egal, ob nachts um 1Uhr ein Dutzend unangemeldete Russen auf der Matte stehen oder morgens um 10, zwei überorganisierte Deutsche in den Frühstücksraum laufen – alles wie immer kein Problem  – sie organisiert Zimmer, egal ob im eigenen Haus, bei den Söhnen oder bei irgendwelchen Nachbarn – alle werden irgendwie untergebracht – und wenn es mal ne Minute läger dauert wird man mit Essen, Tee, Kaffee oder gleich mit Wein und Schnaps versorgt. Weiterlesen

Sighnaghi – ein kleines Stück Toskana!

Sighnaghi - Toskana im KaukasusSighnaghi liegt nur eine gute Autostunde von Telawi entfernt – aber was für ein Unterschied: Hier ist man auf einmal mitten im Tourismustroubel von unzähligen kleinen Hotels, Guesthouses und Restaurants. Kein Wunder, wird dieser Ort doch als einer der schönsten Orte Georgiens beworben, der sogar ein wenig italienisches Flair haben soll. Und viele Touristen folgen diesem Ruf, vor allem jede Menge Russen sieht man hier auf der Straße aber auch deutsche und andere meist osteuropäische Grüppchen trifft man hier.

Also was ist nun dran an dem Ruf? Erst einmal ist die Stadt wirklich sehr hübsch, die Lage auf einem Bergrücken mit einer kuriosen Stadtmauer und den vielen Zypressen gibt der Stadt wirklich ein mediteranes Flair. Dabei wirkt alles sehr entspannt und sogar etwas schläfrig. Aber viel zu sehn gibt es hier wirklich nicht, dazu ist die Stadt doch viel zu klein, wenn man sich sehr viel Zeit lässt hat man jede Straße innerhalb eine Stunde abgelaufen und jeden noch so pittoresken Balkon ausgiebig bewundert.

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Entdeckungen rund um Telawi

img_5710Wie ja gestern schon berichtet liegen die Sehenswürdigkeiten Telawis eher außerhalb und deshalb ist es am besten man mietet sich ein Fahrer für den Tag. Den richtigen Fahrer für den Tag zu finden ist meist nicht schwer – in den meisten fällen kann das Guesthouse einem einen verlässlichen Fahrer vermitteln.

In unserem Fall war die Abrechnung recht einfach – je Besichtigungsstopp werden 10 Lari – sprich 3,8 Euro fällig. Also suchten wir uns 3 Sehenswürdigkeiten aus und noch 2 Weinkellereien, die wir besichtigen wollten – alles in allem also knappe 20 Euro für 6h Besichtigungsprogramm.

Pünktlich um 10 stand unser Fahrer vor der Tür – adrett gekleidet und mit blankgeputzten schwarzen Schuhen, auch der 15 Jahre alte Opel Vectra war innen und außen sauber geputzt und machte für das Alter einen recht fitten Eindruck. Wie die meisten Transporter und Gebrauchtwagen stammt auch dieses Auto aus Deutschland, was man an Aufklebern und Schriftzügen sehr gut erkennen kann. Es ist schon lustig, wenn man einen Lieferwagen überholt auf dessen Seite in großen Lettern „Kanalreinigung“ oder „Fensterbau“ prangt.

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Telawi – Weinbautradition und Gastfreundschaft

2016-10-04-13-46-45Heute stand die nächste Etappe auf unserer Reise durch Georgien an – Telawi – Hauptort der Weinregion Kachetien. Also ging es morgens mit der U-Bahn erst einmal zu einem für Ausländer geheimen Ort: dem Stellplatz von Shared Taxis nach Telawi – warum geheim? Nun die Reiseführer erwähnen den Service in Telawi aber nirgendwo wird erwähnt wo in Tbilis der Abfahrtsort ist – zum Glück wusste der Host genau was wir brauchen und schickte uns zu der passenden U-Bahnstation.

Obwohl wir keinen Brocken georgisch, russisch oder sonst was brauchbares sprechen waren wir innerhalb von Minuten in einem bequemen Mercedes mit einem freundlichen älteren Herrn flott unterwegs in Richtung Berge – ok wir haben uns den Luxus gegönnt und haben das ganze Taxi für ein paar Euro für uns allein gebucht. Dadurch fuhren wir gleich los und hatten sehr viel Platz.

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Georgien – unbekannte Schönheit im Kaukasus

2016-09-30-17-11-23Kurz vor unserem Flug tauchte immer wieder die Frage auf, warum fliegt man zum Urlaub nach Georgien? Den meisten Leuten ist das Land mehr oder minder völlig unbekannt, außer dass die deutsche Nationalmannschaft hier ab und an zu einem Fußbaspiel in Tiflis einschwebt ist von diesem Land in Transkaukasien wenig so gut wie nichts bekannt. Dabei ist dieses Land am Rande Europas eines der ältesten christlichen Länder überhaupt. In seiner Geschichte haben Griechen, Osmanen, Russen und Perser immer eine bedeutende Rolle gespielt – aber vor allem die georgischen Könige und vor allem Königin Tamar haben hier eine Nation geschaffen, die reich an kulturellen Schätzen aber auch freundlichen Menschen und einer berühmten Küche sind.

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